Moskaus Bürgermeister Juri Luschkow wehrt sich gegen den CSD in Moskau, die Entscheidung soll am 20 . Februar der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte fällen.

Seit nun 4 Jahren verbietet der Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow (siehe Bild) den CSD in Moskau, Demonstranten die sich dennoch auf die Straße wagten wurden mit Polizeigewalt entfernt. Juschkow begründete seine Entscheidung mit der Aussage, dass für ihn gleichgeschlechtliche Liebe auf einer Stufe mit “Drogenmissbrauch, Ausländerfeindlichkeit und ethnischen Fehden” stehe.

Jetzt liegt die Genehmigung des Christopher Street Day in Moskau dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vor und wurde somit dem Moskauer Bürgermeister aus der Hand genommen. Am 20. Februar muss sich nun Russland gegenüber dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verantworten.

Laut Volker Beck, dem ersten Parlamentarischen Geschäftsführer und menschenrechtspolitischem Sprecher des Bundestages, stehen die Chancen für die Erlaubnis des Christopher Street Days in Moskau nicht schlecht, da der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte schon einmal Polen verurteilt hatte, als der jetztige Präsident den CSD in Warschau nicht stattfinden lassen wollte.